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Romane/Erzählungen / 22. März 2016

Neu: „Ein ganz neues Leben“ von Jojo Moyes

Louisa Clark und Will Traynor – es war die wohl schönste literarische Liebesgeschichte im Jahr 2013. Übersetzt in 31 Sprachen und Millionen verkaufte Exemplare – „Ein ganzes halbes Jahr“ hat Leser weltweit begeistert. Wir haben mit Lou gelacht, geweint und haben uns doch immer gefragt wie ihre Geschichte wohl ausgegangen ist. Und auch Jojo Moyes selbst ging es nicht anders. »Ihr Schicksal hat mich einfach nie losgelassen« schreibt die britische Autorin im Vorwort des Romans.

Sechs Monate haben Louisa und Will gemeinsam verbracht. Dann mussten sie Abschied voneinander nehmen. Lou ist seit diesem Ereignis nicht mehr der lebensfrohe Mensch, der sie einst gewesen ist. Auf der verzweifelten Suche nach ihrem Platz auf der Welt fühlt sie sich einsam und verloren. Nachdem sie einige Monate im Ausland verbracht hat, arbeitet Lou nun in einem Pub am Londoner Flughafen. Ihr wirkliches Leben ist weit entfernt von dem aufregenden Leben, das Will sich für sie gewünscht hat. Kummer und Schmerz ertränkt unsere Protagonistin immer öfter auch im Alkohol, bis sie eines Abends abstürzt – wortwörtlich. Beim nächtlichen Balancieren auf ihrem Balkongeländer hört sie plötzlich eine fremde Stimmte, erschreckt und stürzt fünf Stockwerke in die Tiefe. Nur die Markise ihres Nachbars stoppt ihren Fall und rettet ihr damit das Leben. Rippen-, Schlüsselbein-, Fingerbrüche und eine zerschmetterte Hüfte – Lou überlebt den Sturz nur mit sehr viel Glück.

Ihre Eltern hatten sich nach Wills Tod von ihr distanziert. Bernhard und Josie Clark haderten mit Luos Entscheidung Will bei seinem Suizid zu begleiten. Dass sie durch die Geschichte um Lou und Will zum beliebtesten Klatschthema in Stortfold geworden sind, machte die Situation nicht einfacher. Dennoch kümmern sich ihre Eltern rührend um Lou, zu groß ist die Angst, dass der Unfalls ihrer Tochter in Wirklichkeit ein Selbstmordversuch war. Auf Anraten ihrer Familie besucht Lou eine Therapiegruppe, die ihr helfen soll den Tod von Will besser zu verarbeiten. Dort tummeln sich die unterschiedlichsten Charaktere. Sunil, dessen Zwillingsbruder an Leukämie gestorben ist oder Daphne, deren Mann Selbstmord begangen hat, weil er nicht mit seiner Homosexualität zurecht gekommen ist. Oder auch Jake, dessen Mutter an Krebs gestorben ist. Sein Vater versucht sich mit ständig wechselnden Frauengeschichten über den Verlust seiner Frau hinwegzutrösten. Wie sich später in der Geschichte herausstellt, ist Jakes Vater einer der Sanitäter, der Lou nach ihrem Sturz ins Krankenhaus brachte. Zwischen ihr und Sanitäter-Sam beginnt es zu funken, eine Annäherung verläuft aber nur ganz langsam. Zu sehr ist Lou noch in ihrer Trauer um Will gefangen und eigentlich müsste sie es ja auch besser wissen, denn Jake erzählt jede Woche von den neusten Eroberungen seines Vaters.

Und schließlich tritt ein ganz besonderer Mensch in das Leben von Lou: Lily Houghton-Miller. Sie hat eine ganz besondere Verbindung zu Will von der bisher niemand etwas geahnt hat. Auch wenn Lily mit ihren ganz eigenen Problem kämpft, schafft sie es doch neue Hoffnung in unserer Protagonistin zu wecken. Was Lily und Will verbindet, wird an dieser Stelle selbstverständlich nicht verraten.

Natürlich gibt es im Verlauf der Geschichte auch ein lang ersehntes Wiedersehen mit liebgewonnenen Figuren. Lous skurille Eltern allen voran. Josie hat den Feminismus für sich entdeckt, rasiert sich nicht mehr die Beine und weigert sich für die Familie zu kochen, sehr zum Leidwesen von Bernhard. Auch Lous Schwester Treena und ihr Sohn Tom sind wieder mit von der Partie. Und wir erfahren auch wie Steven und Camilla Tyranor den Tod ihres Sohns verkraftet haben.

Mein Fazit:

mir ganz persönlich hat das Buch sehr gut gefallen.“Ein ganzes halbes Jahr“ gehört auch heute noch zu meinen Lieblingsbüchern, daher war ich wahnsinnig gespannt wie es Lou nach Wills Tod ergangen ist. Stellenweise ist die Geschichte sehr traurig, Lou leidet und wir Leser leiden mit ihr. Dann wieder gibt es Passagen, die Mut machen und Hoffnung wecken. Unsere Protagonistin hat sich verändert, dennoch ist sie genauso liebenswert, wie im ersten Band der Geschichte. Ich bin mir sehr sicher, dass der Roman die Bestsellerlisten noch lange anführen wird und das völlig zu Recht! „Ein ganz neues Leben“ ist eines dieser Bücher, das man gelesen haben muss und ich wünsche euch viel Spaß dabei :)

Anna-Lena Bocz / Thalia Social Media Team

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