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Romane/Erzählungen / 28. April 2017

Schmerzhaft schön:
„Das Rauschen in unseren Köpfen“

Bücher fand ich schon immer unglaublich faszinierend. Nach meinem allerersten Schultag mit zarten sechs Jahren war ich ganz entrüstet, dass ich noch nicht lesen gelernt hatte. Glücklicherweise hat sich das dann recht schnell geändert. Später, nach unzähligen Nachmittagen in der Stadtbibliothek stand der Entschluss, meine Liebe zur englischen Sprache und zur Literatur in einem Anglistik Studium zu vereinen. Aktuell arbeite ich an meiner Bachelorarbeit über Protagonistinnen in Science-Fiction. Ansonsten gilt meine große Leidenschaft meiner Arbeit als Moderatorin und meinem YouTube Kanal „einfach inka“, auf dem ich über mein Leben, die Liebe und Aufklärung rede.

Doch nun zum Eigentlichen: „Das Rauschen in unseren Köpfen“ von Svenja Gräfen

 

Lene ist Anfang 20, studiert und wohnt mit ihrer besten Freundin zusammen. Und dann ist da auf einmal Hendrik und mit ihm ein Meer aus Gefühlen, vor allem aber eine alles übermannende Liebe. Ihr Leben zusammen könnte so wunderbar sein, doch nach und nach holt Hendriks Vergangenheit ihn ein. Auf einmal wird das, was zunächst so wunderbar zwischen den Beiden war zu etwas Schmerzlichem und Lene muss hilflos zuschauen wie ihre Beziehung scheitert.

Das Rauschen in unseren Köpfen“ ist ein Roman, der nur so vor Gefühlen trieft. Gar nicht auf kitschige Weise, sondern auf eine Art, die den Leser selbst so tief trifft, dass man jede Gefühlsregung Lenes selbst mit solcher Wucht fühlt, dass es einen fast zerreißt.

Was passiert eigentlich, wenn zwei Menschen eine Beziehung aus unterschiedlichen Gründen eingehen? Was passiert, wenn man sich selbst für eine andere Person aufgibt und vor allem: Was passiert, wenn man merkt, dass langsam alles auseinanderbricht?

Svenja Gräfen beschreibt dies und noch viel mehr in emotionsgeladenen, schier endlosen Sätzen, die verlangen laut gelesen zu werden, in die man sich mit der richtigen Betonung wie bei einem Tanz reinwiegen möchte.

Faszinierend ist, dass man nicht einfach mit einer „boy meets girl“ Geschichte konfrontiert wird, sondern auch mit all den dunklen Seiten, die man als „Twentysomething“ im Alltag, aber auch einer Beziehung so erlebt. Ohne zu aufdringlich zu werden, werden Themen wie Depression, Angstzustände und Selbstmord in den Plot eingebaut. Was macht das eigentlich mit den Menschen, deren Geliebte von psychischen Krankheiten betroffen sind? Lenes Unbeholfenheit, ihre Ohnmacht, wird zur Eigenen. Zusammen mit ihr leidet der Leser darunter, absolut nichts tun zu können.

Mein Fazit

Dieses Buch ist ein absolutes Muss für Fans von poetischer Sprache und großen Gefühlen. Es ist kein typischer Liebesroman, im Gegenteil. Er zeigt das Leben eben genau so wie es ist: Ein Auf und Ab der Gefühle, schmerzhaft und gleichzeitig unglaublich schön.

Inka von einfach inka / Thalia Social Media Team

Paid Partnership with Thalia.de and Einfach Inka.

Abgegebene Kommentare:

  • Hans | 10.7.2017

    Nach mindestens 100 historischen Romanen und 100 Kriminalromanen habe ich auf Empfehlung meiner Frau DAS RAUSCHEN IN UNSEREN KÖPFEN in Angriff genommen. Das Genre gänzlich NEU für mich. Schon nach den ersten Seiten empfand ich einen seltsamen Spaß beim lesen. Die Wörter, Sätze und Abschnitte der Romanhandlung haben einen solchen Eindruck auf mich gemacht, dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand geben wollte. Der Stil und die Schreibweise haben mich überzeugt. Einfach wunderschön erzählt, und oh Wunder, auch solche Romane haben Spannung. Gerne werde ich von dieser Autorin mehr lesen.

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