Geschätzte Lesezeit: 3 min, 50 sec

Herzschmerz im Kino:
Ein ganzes halbes Jahr

 

Mit ihrem Roman „Ein ganzes halbes Jahr“ gelang Jojo Moyes ein Welterfolg. Nun ist die Geschichte um Pflegerin Lou und dem querschnittsgelähmten Will im Kino zu sehen. Thalia Stories hat die Bestsellerautorin zum Videointerview getroffen und mit ihr über die Arbeit am Set und die Herausforderungen als Drehbuchautorin gesprochen. Außerdem haben wir zwei Redaktionsmitglieder ins Kino geschickt: Eine Moyes-Kennerin und eine Einsteigerin schildern, was sie von der Bestsellerverfilmung halten.

20.06.2016

1,2 Millionen verkaufte Exemplare innerhalb eines Jahres, Übersetzungen in 34 Sprachen und die Auszeichung „Buch des Jahres 2013“: Mit dem Roman "Ein ganzes halbes Jahr“ begeistert Jojo Moyes Leser auf der ganzen Welt. Die Liebesgeschichte um Louisa Clark, die einen Job als Pflegerin für den nach einem Motorrad-Unfall querschnittsgelähmten jungen Will übernimmt, gilt vielen als die schönste und gleichzeitig traurigste Liebesgeschichte des Jahres 2013. Jetzt sind Louisa Clark und Will Traynor im Kino zu sehen, verkörpert durch Emilia Clarke und Sam Claflin. Jojo Moyes hat das dazugehörige Drehbuch geschrieben. „Wenn ich an Lou und Will denke, habe ich nun immer die beiden Darsteller vor Augen. Sie sind die perfekte Besetzung“, erzählt Moyes im Interview mit Thalia Stories.

Der Austausch mit ihren Fans ist Jojo Moyes sehr wichtig. Die Schriftstellerin beantwortet jede Fanpost selbst.



Mit welchen Herausforderungen Jojo Moyes als Drehbuchautorin zu kämpfen hatte und wie sie die Zusammenarbeit mit der Crew und den Schauspielern empfand, verrät sie im Videointerview.

Jojo Moyes im Gespräch mit Thalia Stories

Filmbesprechung: Das sagen eine Moyes-Kennerin und eine Einsteigerin

Was denkt eine Person, die „Ein ganzes halbes Jahr“ nicht gelesen hat, über den Kinofilm, und wie reagiert ein Fan, wenn seine Lieblingsfiguren plötzlich auf der großen Leinwand Gestalt annehmen?

Wir haben den Test gemacht und unsere Chefredakteurin Stefanie Wilke, bislang „Moyes-unerfahren“, ins Kino geschickt. Mit im Schlepptau: Redakteurin und große „Moyes-Kennerin“, Anna-Lena Bocz.

Statement einer Moyes-Einsteigerin

Ende? Welches Ende?

 

„Ein ganzes halbes Jahr“ ist der Titel, und ich hätte ja gleich drauf kommen können, dass Will (toll gespielt von Sam Claflin) seinen Plan durchzieht. Der vermögende Beau ist durch einen Unfall querschnittsgelähmt und bekommt mit Louisa (Emilia Clarke aus „Game of Thrones“) eine Pflegerin, die ihm seinen Lebenswillen zurückgeben möchte. Zu Beginn dachte ich: Ah, wie bei „Ziemlich beste Freunde“ – aber da irrte ich. Rasch nahm mich das Drama gefangen, und das Spiel der beiden Darsteller überzeugte durchgehend. Bis zum Ende glaubte ich, wohl durch meinen Tränenschleier getrübt, Louisas Liebe könne sogar Tote erwecken. Das Ende lehrte mich, dass wahre Liebe vor allem Respekt und Akzeptanz bedeutet. Ein wahrlich schönes Resümee.

Stefanie Wilke

Chefredakteurin Thalia Stories

Statement einer Moyes-Kennerin:

Taschentücher nicht vergessen!

 

Louisa Clark und Will Traynor – die wohl schönste literarische Liebesgeschichte im Jahr 2013. Die Erwartungen waren entsprechend hoch. Fans von Jojo Moyes können durchatmen, die Verfilmung wird der großartigen Romanvorlage in jeglicher Hinsicht gerecht. Emilia Clarke spielt sich mit ihrer charmanten Art (achten Sie auf die Augenbrauen!) in unsere Herzen. Auch Sam Claflin, den wir aus „Die Tribute von Panem“ kennen, macht eine hervorragende Figur. Wir begleiten Lou bei ihrer ersten Begegnung mit dem querschnittsgelähmten Will, lachen und leiden mit dieser unglaublich liebenswürdigen Protagonistin. Am Ende vergießen wir bittere Tränen. Ein wundervolles Kinoerlebnis und eine zauberhafte Buchverfilmung, die nicht nur Fans begeistern wird.

Anna-Lena Bocz

Redakteurin Thalia Stories

thalia logo