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Schönheit zählt:
Beauty and the Book Award

 

Bildauswahl, Farben, Schriftart, Papierqualität – oft entscheidet die Gestaltung darüber, ob ein Interessent zu einem Buch greift. Um diese Bedeutung zu unterstreichen, wird auf der Frankfurter Buchmesse bereits zum dritten Mal der Publikumspreis „The Beauty and the Book Award” vergeben.

„Don’t judge a book by it’s cover.“ Man solle ein Buch nicht nach seinem äußeren Erscheinungsbild beurteilen. Das Sprichwort ist überholt – spätestens seit die Frankfurter Buchmesse zusammen mit der Stiftung Buchkunst den Publikumspreis „The Beauty and the Book Award“ vergibt. Was suggeriert das Umschlagbild? Wie fasst sich ein Buch an? Design, Bildsprache, Papierqualität, Farbbrillanz spielen eine wichtige Rolle. In zehn Kategorien, die sich von Architektur über Kinder- und Jugendbuch, Kochbuch bis zum Thema Reisen erstrecken, nominieren und wählen Leser ihr erklärtes Lieblingsbuch – was Aussehen und Aufmachung betrifft. Am 21. Oktober wird das schönste Buch auf der Frankfurter Buchmesse gekürt. Wir präsentieren eine Auswahl der Kandidaten.

Wie arbeiten eigentlich Architekten? Mit dem Album „Snapshot“ zeigt das Leipziger Architekten-Geschwisterpaar Ansgar und Benedikt Schulz, wie sie vorgehen: Ihre Schnappschüsse mit dem Smartphone sind ein erster Schritt für einen neuen Entwurf. Die im Vorbeigehen geschossenen Bilder eröffnen gleichzeitig einen geschulten Blick auf moderne Architektur. Aufschluss liefern die Kommentare der Profis. Das Buch ist in der Kategorie Architektur nominiert.

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Das Titelbild zieht den Leser bereits in die Geschichte hinein: Ein Blick, der gleichzeitig tiefsinnig und unehrlich scheint sowie eine finstere Straße, die keinen Ausweg hat. Diese Autobiografie erzählt in einer Rückblende detailgetreu die Euphorie und Verzweiflung des Autors Stefan Lange. Der junge Akademiker glaubt, die große Liebe in Sevilla gefunden zu haben, stürzt aber in eine tiefe Depression, die in einen Selbstmordversuch mündet. Nominiert in der Kategorie Allgemeine Literatur.

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In der Kategorie Kinder- und Jugendbuch ist ein Bilderbuch des Berliner Designers Sven Völkers nominiert, das durch eine Zusammenarbeit mit dem Sänger der Band The Police, Sting, entstanden ist. Der Sohn des deutschen Autors musste sich einer Reihe schmerzlicher Untersuchungen unterziehen. Der Vater kam von den Worten des Police-Liedes nicht mehr los. Es entstanden Grafiken von gedruckter Schärfe und bunter Klarheit. Ein Muss für Police-Fans und junge Menschen, die dem Schmerz die Stirn bieten.

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Was unterscheidet einen guten Reiseführer vom herkömmlichen Angebot? Man nimmt ihn mit und legt ihn nicht mehr weg. Das in der Kategorie Reisen nominierte Buch ist mit seinen spektakulären Luftaufnahmen ein echter Hingucker. Auch die aufwendigen Orientierungskarten liefern ein guten Überblick über diese junge, kreative Stadt. Mit persönlichen Tipps von Leipzigern, einem Register mit mehr als 300 Adressen, englischen Zusammenfassungen und Fadenheftung – ein Genuss für Weltenbummler und Entdecker.

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Eine Begegnung mit Folgen für die Kunstgeschichte: Nachdem der Künstler Auguste Rodin die japanische Tänzerin Madame Hamako getroffen hatte, entstanden zwischen 1907 und 1911 mehr als 50 Plastiken und Zeichnungen. Sie zeigen die zierliche Schauspielerin und Tänzerin in zahlreichen Facetten, Posen und Situationen. Der Ausstellungskatalog ist in der Kategorie Kunstbuch nominiert. Er illustriert eindrucksvoll eine Abkehr von der den starren japanischen Traditionen.

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Was Sie schon immer über das Programmieren wissen wollten: Er leuchtet, der neonfarbene Umschlag dieses in der Kategorie „Mach es selbst”, kurz DIY, nominierten Buches. Es zeigt die einfachen Grundlagen des Digitalen und verrät, was sich hinter den schicken Oberflächen von Websites und Apps verbirgt. Die Autorinnen schlüsseln Themen wie Datensicherheit und Hackerparties auf und erklären die nötige Hardware und die wichtigste Software. Beide sind Gründungsmitglieder der Code Girls aus Leipzig. Ein Buch für Digital-Junkies und Computer-Muffel.

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My garden is my paradise. Der Traum vom irdischen Paradies motivierte Gartenbesitzer weltweit in sehr unterschiedlichen Epochen zu allerlei Parks und Lustgärten. Mal als religiöses Symbol, mal als Machtdemonstration und mal als Ort der Zuflucht. In der Kategorie Natur und Garten wird mit dieser Sammlung von Fotos, Plänen und Kunstwerken eine umfassende Dokumentation öffentlicher und privater Paradieslandschaften vorgelegt.

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München einmal anders. So könnte der Titel dieses in der Kategorie Design nominierten Buches auch lauten. Autor István Cocron stellt 48 ungewöhnliche Bars der bayrischen Metropole mit außergewöhnlichen Fotos vor. Auf über 300 Seiten werden so diese „herrlichen Plätze“ durch die Linse des Fotografen beleuchtet. Ziel ist es, den Reiz dieser besonderen Orte festzuhalten. Das ist gelungen und mit den vorgeschlagenen Drinks kann Bars Monaco auch als Reisebegleiter und Handbuch für Nachtschwärmer bestehen.

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