© Steffen Jänicke

Durch Berlin mit
Michael Nast

 

In unserer Reihe „Nahaufnahme" treffen wir den Autoren Michael Nast und lassen uns von ihm an Plätze führen, die auch in seinen Bestsellern vorkommen. Zwischen Volkspark Friedrichshain und Stadtmitte erzählt er uns von der Eitelkeit Berlins und seinem Bestseller „Generation Beziehungsunfähig", der soeben als Taschenbuch erschienen ist.

13.06.2017

Eine Michael Nast Lesung ist keine Lesung im herkömmlichen Sinn: Wenn der Autor die Bühne betritt, gibt es diesen Rockstar-Moment, der eine besondere Beziehung zwischen Autor und Publikum offenbart. Viele Besucher sind weiblich und jünger als Nast, warum nehmen sie ihn dennoch als Sprachrohr ihrer Generation wahr? „Leser von 16 bis Mitte 50 finden sich in meinen Texten wieder und sagen mir, dass ich ihr Leben beschreibe“, sagt Nast, den wir im Biergarten „Schoenbrunn“ auf eine Tasse Milchkaffee treffen. Ohnehin bilde sein Generationen-Begriff eher eine Haltung ab als ein Lebensalter: „Ich mache mir in meinen Texten Gedanken darüber, wie wir als Gesellschaft miteinander umgehen. Das betrifft nicht nur unverbindliche Liebesbeziehungen, sondern schließt auch politische Entwicklungen ein."

Michael Nast hat uns in Berlin zu persönlichen Lieblingsplätzen geführt.  Warum er sich am besten beim Schreiben beobachten kann und wie das schau-mich-an-Berlin funktioniert, erfahren Sie im Video!

Mit seiner Beobachtungsgabe liefert Nast einen außergewöhnlichen und unterhaltsamen Blick auf unser Miteinander in einer Zeit, die von Unverbindlichkeit, Selbstverwirklichung und Jugendwahn gekennzeichnet ist. Und der Hype um den Autor bricht nicht ab. Sein Bestseller „Generation Beziehungsunfähig” ist gerade als Taschenbuch erschienen – und wird demnächst von Matthias Schweighöfer verfilmt. Sieht sich Nast denn selbst als beziehungsunfähig? Nein, meint der 42-jährige, er hoffe auf eine Zukunft mit Frau und Kindern. Viel Zeit bleibt ihm für die Brautschau derzeit aber nicht: Nast hat sich ein strenges Schreibprogramm verordnet; nach drei Büchern mit Geschichtensammlungen arbeitet er an seinem ersten Roman, der im kommenden Jahr erscheinen soll.

Wann sind wir endlich

so erwachsen wie unsere Eltern?

Welchen Stellenwert hat der Job in unserem Leben? Weshalb fühlen wir uns mit dreißig noch immer nicht alt genug für eine eigene Familie? Und wann sind wir eigentlich endlich so erwachsen wie unsere Eltern? Das sind die Fragen, die Michael Nast in „Generation Beziehungsunfähig” an sich selbst und uns stellt – und zu beantworten versucht. Er hält dieser Generation auf äußerst charmante, unterhaltsame und urteilsfreie Art einen Spiegel vor. Offenbar hat er einen Nerv getroffen, denn egal ob es um die Illusion der perfekten Liebe, um den Beruf als Berufung oder um Selbstoptimierung geht – es sind exakt die Themen, die diese Generation prägen. Und so liest sich das Buch auch wie ein Gespräch mit einem guten Freund.

„Generation Beziehungsunfähig” beantwortet Fragen, die viele bewegen.

Michael Nast ist auch auf Facebook und Twitter aktiv. Dort tauscht er sich mit seiner Fangemeinde aus und teilt Wissenswertes rund um sein Alltagsleben und seine Arbeit. Hier hat er auch verraten, dass sein Bestseller verfilmt wird.