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© Andreas Kuschner

Stories meines Lebens:
Patrick Mölleken

 

Zum Kinostart des Fantasy-Abenteuers „König Laurin“ verrät uns der junge Schauspieler, in welchen Filmen er am liebsten mitspielt, wo er zur Ruhe kommt und welche Bücher ihn berühren: von bewegenden Liebesgeschichten, emotionalen Kindheitserinnerungen und aktuellen Klassikern.

31.08.2016

Schon mit fünf Jahren träumte er davon, auf der Bühne zu stehen, heute ist Patrick Mölleken dauerbeschäftigter Schauspieler für Fernsehen und Film. Der 22-Jährige war etwa im Dortmunder „Tatort“ zu sehen und begab sich an Bord des „Traumschiffs“. Nun geht es mal wieder auf die große Leinwand: im Fantasy-Abenteuer „König Laurin“ spielt Mölleken den intriganten Cousin des Helden. Die von Regisseur Matthias Lang in Szene gesetzte Verfilmung einer Sagengeschichte aus den Südtiroler Bergen läuft seit 1. September in den Kinos und wurde bereits mit mehreren Preisen ausgezeichnet. „Mein Leben als Sprecher und Schauspieler ist von Geschichten geprägt. Wenn es keine guten Stories gibt, können auch keine guten Filme produziert werden“, erzählt Mölleken. Wir haben den Nachwuchsstar in seiner Heimat Düsseldorf getroffen, waren mit ihm im Tonstudio und haben uns Orte zeigen lassen, an denen sich Mölleken entspannt – am liebsten mit guten Büchern im Gepäck.

Ein fantastisches Magierabenteuer, die Lebensgeschichte eines legendären Astrophysikers oder ein Thriller, der schlaflose Nächte verspricht: lesen Sie hier, welche Bücher Patrick Mölleken berühren.

Bewegende Liebesgeschichte

Jennifer Niven: All die verdammt perfekten Tage

Durch meine Besetzung für das gleichnamige Hörbuch bin ich auf diesen Roman gestoßen. Die gemeinsame Reise von Violet und Finch ist die schönste und gleichzeitig bewegendste Liebesgeschichte, die ich je lesen durfte. Und damit auch die für mich bisher größte Herausforderung als Hörbuchsprecher. Zwei junge Menschen, die gemeinsam am Abgrund ihres Lebens stehen. Ein Mädchen, das wieder zu leben lernt – von einem Jungen, der mit seinem Dasein längst abgeschlossen hat.

Legendäre Biographie

Stephen Hawking: Meine kurze Geschichte

Die Autobiographie des legendären Astrophysikers Stephen Hawking, in der er sein bewegtes Leben Revue passieren lässt. Der Verflechtung der großen Momente seiner Karriere mit den Schicksalsschlägen seiner schweren Erkrankung begegnet Hawking mit Humor und Bescheidenheit – das fasziniert und berührt mich sehr. Allein die Ironie im Buchtitel spricht Bände. Die Autobiographie diente mir als Grundstein meiner Vorbereitung für die Rolle des querschnittsgelähmten Astrophysik-Studenten „Peet Hagen“ in der ZDF-Reihe „Frühling“.

Voller Adrenalin... 👊😁 #newproject #studio #frankfurt

Ein von Patrick Mölleken (@patrickmoelleken) gepostetes Foto am



Quelle der Fantasie

J.K. Rowling: Harry Potter

„Harry Potter und der Stein der Weisen“ war das allererste Buch, das mich im Alter von 5 Jahren in seinen Bann zog. Ich wurde ein großer Anhänger der Reihe und erinnere mich zum Beispiel noch gut daran, wie ich den dritten Band „Der Gefangene von Askaban“ zu Weihnachten geschenkt bekam und gleich in einem Zug verschlang. Im Laufe meiner Kindheit hat die magische Welt des jungen Zauberschülers die Entwicklung meines Fantasievermögens entscheidend geprägt.

Atemlose Spannung

Chris Carter: I Am Death – Der Totmacher

Brandaktueller Thriller über einen brutalen Serienkiller, der kryptische Nachrichten hinterlässt. Nichts für Zartbesaitete. Autor Chris Carter ist Bestseller-Kandidat. Die Geschichten seines Titelhelden und Profilers Robert Hunter lassen einen, einmal angefangen, nicht mehr los. Für mich genau die richtige Lektüre für zwischendurch.



Aufwachsen im Krieg

Michael Degen: Nicht alle waren Mörder – Eine Kindheit in Berlin

Während der Dreharbeiten zu dem Kriegsfilm „Das letzte Mahl“ bekam ich von meinem Film-Großvater Michael Degen eine extra von ihm für mich signierte Fassung seiner Autobiographie, in der er von seiner unglaublichen Kindheit während des Dritten Reichs erzählt. Ein Leben im Untergrund – im ständigen Zeichen der Angst. Dennoch fühlt er sich nicht nur Feinden ausgesetzt, sondern findet mit den Jahren auch einige Verbündete, deren Hilfe er im Nachhinein sein Leben zu verdanken hat. Ein emotionales Werk von hohem Wert. Danke Michael!

Klassiker mit Aktualitätsbezug

Morton Rhue: Die Welle

Ein Klassiker mit einer Thematik, aktueller denn je. Thematisiert wird die unausweichliche Manipulation der Massen durch Anwendung gezielter Machtprinzipien innerhalb jener definierten Gruppe. Eine Gegebenheit, der wir heute, über 70 Jahre nach dem Ende des Nationalsozialismus, leider wieder gegenüberstehen. „Die Welle“ ist ein Roman, der beängstigt. Er öffnet dem Leser die Augen hinsichtlich der Simplizität des Aufkeimens einer tödlichen Gruppendynamik und wurde zurecht bereits mehrfach verfilmt – sowohl auf deutscher, als auch auf internationaler Ebene.

Der Trailer zum Film „König Laurin“ mit Patrick Mölleken in der Rolle des Bösewichts Wittich





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