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Oliver Geissen
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Oliver Geissen
serviert Kokostee

 

Der TV-Moderator legt ein liebevolles Romandebüt vor: „Kokostee“ erzählt von einer Hand voll totgeglaubter Weltstars, die sich heimlich auf eine Karibikinsel zurück gezogen haben, um abseits des Rummels genussvoll zu leben. Im Interview berichtet Oliver Geissen über Schreibdisziplin, unwiderlegbare Fakten und seine Zukunft als Autor.

17.02.2017

Sind Sie reif für die Insel? Dann gönnen Sie sich diese Auszeit in der Karibik! „Kokostee“ erzählt von einem zeitlosen Gerücht: Elvis lebt! Um dem Rummel zu entfliehen, ist er anonym abgetaucht. Und was wäre, wenn das tatsächlich stimmte? Und wenn es nicht nur er wäre? Newcomer Oliver Geissen, für viele aus dem Fernsehen bekannt, hat dieses Szenario zum Fakt gemacht.

In seinem Debüt „Kokostee“ lässt er Superstars verdeckt in der Karibik leben. Unter ihnen: Marilyn Monroe, Amy Winehouse, Michael Jackson und, na klar, Elvis, the Pelvis. Auf der Insel leben sie, lieben sie, altern sie und werden vom Butler Adschei luxuriös umsorgt und beschützt. Doch dann droht das größte Geheimnis unserer Zeit aufzufliegen...

WARUM WÄHLTEN SIE GERADE DIESE PROMINENTEN FÜR IHRE INSEL? KANNTEN SIE EINEN DAVON PERSÖNLICH?

Leider nicht. Ich habe mir vorgestellt, wer wohl mit wem auf einer kleinen Insel gut auskommen könnte.

Insel-Lektüre: In Oliver Geissens „Kokostee“ führen totgeglaubte Weltstars ein geheimes Leben in der Karibik.

Kokostee von Oliver Geissen

Wann kam Ihnen die Idee zu der Geschichte?

Ich bin ein großer Fan von Verschwörungstheorien. Die Idee geisterte bei mir schon jahrelang im Kopf herum: ein Happy End für meine Protagonisten. Als ich irgendwann eine Lösung gefunden hatte – die Insel, die Organisation – konnte es losgehen. Fehlte noch die Erzählform. Ich entschied mich für jemanden, der uns ganz persönliche Erlebnisse mit den Bewohnern schildert. Es war die Geburtsstunde von Adschei.

Wussten Sie zuvor, dass Sie schreiben können?

Nein, wusste ich nicht! Ich hatte ja noch nie ein Buch geschrieben. Tatsächlich ist ein Buch etwas ganz anderes als kurze Moderationstexte.

Fiel Ihnen die notwendige Disziplin schwer?

Von einem „disziplinierten“ Schreiben kann man – nachts um zwei oder bei Windstärke 8 mit Pudelmütze im Garten – nicht sprechen. Es war eine große Umstellung, Ort, Zeit und Bedingungen der Arbeit frei wählen zu können. Aber ich habe es genossen.

Die Fakten aus der Vergangenheit der Inselbewohner habe ich 1:1 berücksichtigt.

Oliver Geissen

Wie sind Sie vorgegangen?

Ich habe intensiv recherchiert, viel gelesen und Dokumentationen angesehen. Etwa für Marilyn. Wie sollte die meistfotografierte Frau der Welt sterben und am gleichen Tag einen Fuß auf die Insel setzen... Sie werden keine Fakten finden, die meine Theorien widerlegen!

Werden Sie jetzt Schriftsteller?

Nein, ich bin ein TV-Mensch und werde es wohl immer bleiben. Aber das Schreiben bringt mir irrsinnig viel Spaß.

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